Ein fröhliches Salute an alle Planer im neuen Semester. In der ersten GIS-Übung galt es, einen kleinen Katalog an Fragen zu beantworten. Hier ist das Ergebnis:
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1. Was ist ein Ellipsoid?
Ein Ellipsoid beruht auf der geometrischen Form der Ellipse, und kann als deren höherdimensionierte Darstellung im Dreidimensionalen Raum angesehen werden. Sein Erscheinungsbild kann demnach als gestrauchte oder gestreckte Kugel umrissen werden.
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2. Wie ist die Bezeichnung des Ellipsoids der beim GK-System verwendet wird?
In Deutschland wäre das überwiegend der “Bessel-Ellipsoid”, benannt nach Friedrich Wilhelm Bessel, der diesen Ellipsoid 1841 ableitete.
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3. Worin besteht der Unterschied zwischen geographischen und projizierten, kartesischen Koordinaten?
Geographische Koordinaten werden über ein geschlossenes Netz an Längengraden und Breitengraden über der Erdoberfläche bestimmt, welche in Bezug stehen zum Äquator und Nullmeridian.
Kartesische Koordinaten wiederum werden über die Werte zweier (ggf. dreier) zueinander orthogonal stehender Richtungsachsen bestimmt, welche den Punkt im Raum festlegen. Damit dieses Koordinatensystem auch auf die Erdoberfläche angewandt werden kann, muss diese zunächst mit den einschlägigen Projektionsverfahren verebnet werden. Dann erst kommen auch projizierte Koordinaten zum Tragen.
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4. Welche Projektionsart liegt dem Gauß-Krüger-System zu Grunde? (kurze Erläuterung)
Dem GK-System liegt die Anwendung der transversalen, konformen Zylinderprojektion (auch: Transversale Mercator-Projektion) zu grunde. Ihr Funktionsprinzip äußert sich wie folgt:
* Aufteilung des Erdgitternetzes in Meridianstreifen von je 3° Breite
* Ein Zylinder (Achse auf der Äquator-Ebene) wird um die Erde gelegt; Berührung entlang des Mittelmeridians
* Winkeltreue Abbildung der Meridianstreifen auf den Zylindermantel
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5. Welche Vorteile bietet ein kartesisches Koordinatensystem?
Zum einen ermöglicht es einfache Georeferenzierung über lineare Interpolation. Zum Anderen stehen mit diesem auch komplexe Methoden zur Flächenberechnung zur Verfügung, die sich z.B. bei der Errechnung der Landmasse bewähren.
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6. Um welche Einheiten handelt es sich bei GK-Koordinaten?
Es handelt sich um eine SI-Einheit (metrisches, dezimales Einheitensystem mit internationaler Gültigkeit), welches im Fall des GK-Systems Meter ausdrückt.
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7. Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem Begriff ‘Meridian’?
Ein Meridian stellt eine senkrecht zu den Breitenkreisen verlaufend Linie des geographischen Gradnetzes dar, die von Pol zu Pol verläuft. Da alle Punkte auf dem selben Meridian zeitgleich Mittagszeit haben, wird der Meridian alternativ auch als “Mittagslinie” betitelt.
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8. Warum werden im GK-System sog. Meridianstreifen verwendet?
Die traditionelle Mercator-Projektion krankte an einer überproportionalen Flächendarstellung der Polkappen, die auf starke Verzerrungen zurückging. Die transversale Mercator-Projektion schuf mit der Unterteilung des Gradnetzes in benachbarte Meridianstreifen ein Verfahren, mit dem die Verzerrungen beim Projektionsvorgang deutlich geringer gehalten werden konnten. Auch eine winkeltreue Abbildung wurde so möglich.
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9. Wie erkennt man die Kennziffer des verwendeten GK-Streifens an einer Koordinate?
Eine Koordinate setzt sich im GK-System aus einem sog. Rechtswert, und einem Hochwert zusammen (Der Rechtswert verläuft hierbei vom Ursprung aus postiv nach Osten). Üblicherweise wird die Kennziffer auf die siebte Vorkomma-Stelle gesetzt.
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10. Mit welcher Formel lässt sich einfachsten der Zentralmeridian eines beliebigen GK-Streifens
berechnen?
Sowohl für den westlichen als auch östlichen Verlauf vom Nullmeridian gibt es jeweils eine Formel zur Errechnung des Zentralmeridians:
Westliche Länge: ZM = ((30 – Zonennummer) * 6°) + 3°
Östliche Länge: ZM = ((Zonennummer – 30) * 6°) – 3°
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11. Übersetzen Sie die Begriffe ‚Easting’ und ‚Northing’ im aktuellen Kontext.
“Easting” bezeichnet nach gängiger Auslegung in der Geographie nichts Anderes als den Rechtswert, während “Northing” analog dazu den Hochwert bezeichnet.
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12. Was versteht man unter den Begriffen ‘False Easting’ und False Northing?
Das “False Northing” bezeichnet eine Konstante, die dem Rechtswert einen Offset von i.d.R. 500 000 Metern hinzuaddiert. Für das “False Northing” gilt das Gleiche, jedoch wird hier die Konstante nur auf der südlichen Hemisphäre erhoben. Hier beträgt diese 10 000 000 Meter.
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13. Werden ‘False Easting’ und ‘False Northing’ beim GK-System eingesetzt? (Warum bzw. warum
nicht?)
Das “False Easting” wird in der Tat eingesetzt: Dieser Offset soll dafür sorgen, dass innerhalb eines Meridianstreifens auch links vom Zentralmeridian die Rechtswerte positiv bleiben, damit in der entsprechenden Koordinate auch weiterhin die Streifennummer an der höchsten Stelle bestehen bleibt. Für die Hochwerte gibt es allerdings nichts dergleichen.
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14. Erläutern Sie kurz die Abkürzungen ‘OGC’, ‘SRS’ und ‘EPSG Code’.
OGC: Hinter dem Kürzel verbirgt sich das “Open Geospatial Consortium”, eine gemeinnützige Organisation, welche 1994 ins Leben gerufen wurde. Sie Verfolgt u.A. das Ziel einer weltweiten, raumbezogenen Informationsverarbeitung von Geodaten auf Basis allgemeingültiger Standards, und der Förderung ihrer internationalen Anwendbarkeit.
SRS: “Spatial Referenceing System”. Hierbei handelt es sich um ein koordinatenbasiertes lokales, regionales oder globales system zur Lokalisierung von geographischen Gesamtgebilden.
EPSG-Code: Hierbei handelt es sich um 4- bis 5-stellige Schlüsselnummern für Koordinatenreferenzsysteme, die weltweite Gültigkeit besitzen. Aufgebaut wurde dieses System von der “European Petroleum Survey Group Geodesy”.
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15. Welche ‘EPSG Codes’ werden in Deutschland (beim Einsatz des GK-Systems) verwendet?
In Deutschland kommen folgende EPSG-Codes zur Anwendung:
31466 für DHDN Zone 2
31467 für DHDN Zone 3
31468 für DHDN Zone 4
31469 für DHDN Zone 5
Gut schaff’!